Darmkrebsvorsorge und Darmspiegelung

Darmkrebs

 

Darmkrebs ist mit fast 1,4 Millionen diagnostizierten neuen Fällen die zweithäufigste durch Krebs ausgelöste Sterblichkeitsursache in der Welt1, allein in Europa sind 412.000 Menschen betroffen.2,3 Deutschland gehört zu den Ländern mit einer besonders hohen Inzidenz: Schätzungen zufolge gab es im Jahr 2010 circa 62.000 Neuerkrankungen und 26.000 Sterbefälle.5

Das Erkennen und Entfernen von präkanzerösen Adenomen im Rahmen der Koloskopie reduziert sowohl die Entwicklung von Darmkrebs als auch die Sterberate bei dieser Erkrankung erheblich.4

Wie die Forschungsarbeit von Hermann Brenner und Kollegen zeigt, senkt die Darmkrebsvorsorge durch Koloskopie und frühzeitige Entfernung von kolorektalen Adenomen die Inzidenz und die Mortalität von Darmkrebs. Innerhalb von 10 Jahren nach Einführung der Vorsorgekoloskopie ab dem 55. Lebensjahr ist in Deutschland die Darmkrebsinzidenz um 17–26 % und die Darmkrebsmortalität um 20,8–26,5% bei Männern und Frauen ab dem 55. LJ nach Jahrzehnten des Anstiegs zurückgegangen.5

Darmkrebsvorsorge und Darmspiegelung

 

Eine Darmspiegelung (Koloskopie) dient vor allem der medizinischen Untersuchung des Dickdarms sowie meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarms.

Etwa ab dem 55. Lebensjahr ist es ratsam, sich zur Vorsorge einer Darmspiegelung zu unterziehen. So können Ärzte Krebs beispielsweise schon im Frühstadium erkennen. Auch bei Blut im Stuhl, Darmerkrankungen oder Mittel- und Unterbauchbeschwerden kann eine Darmspiegelung helfen, die Ursachen zu finden.

Bei der Darmspiegelung führt der untersuchende Arzt ein fingerdickes und etwa 1,2 bis 1,8 Meter langes Koloskop in den Darm ein. Das Koloskop ist ein langer, biegsamer Schlauch, der über Glasfaserkabel zur Beleuchtung und Bildübermittlung verfügt. So ist der Arzt in der Lage, auch kleinste Veränderungen an der Darmschleimhaut (Darmmukosa) zu erkennen.

Die heutigen Koloskope verfügen darüber hinaus über einen Videochip, so dass Arzt und Assistenz die Untersuchung am Bildschirm mitverfolgen können. Üblicherweise erhalten Patienten zuvor ein leichtes Beruhigungsmittel, das eventuell auftretende Schmerzen unterdrückt. Es sind auch Kurznarkosen möglich.

Vor der Untersuchung muss der Darm gründlich gereinigt werden. Dazu sollten Patienten mehrere Liter einer sogenannten PEG-Abführlösung zu sich nehmen. Die Abkürzung PEG steht dabei für Polyethylenglykol. Solche Verbindungen haben sich als Standard bei der Darmvorbereitung etabliert, werden aber aufgrund des hohen nötigen Trinkvolumens von etwa 4 Litern sehr häufig als unangenehm empfunden. Doch das große Trinkvolumen früherer Zeiten ist passé. Hier kann PLENVU® Abhilfe schaffen. PLENVU® ist ein neuartiges PEG+Asc-basiertes Darmpräparat mit einem geringen Trinkvolumen (1 Liter) zur Darmreinigung für die Vorbereitung der Koloskopie. Das angenehme Frucht-Aroma erleichtert das Trinken zusätzlich. Ein weiterer zusätzlicher Liter freiwählbarer klarer Flüssigkeit (z. B. Wasser, Tee, klare Brühen oder Obstsäfte ohne Fruchtfleisch) genügen für die vollständige Reinigung des Darms.

 

 

 

1 Ferlay J, Steliarova-Foucher E, Lortet-Tieulent J et al. Cancer incidence and mortality patterns in Europe: Estimates for 40 countries in 2012. Eur J Cancer 2013;49:1374-1403
2 Colorectal Cancer Statistics, World Cancer Research Fund International, http://www.wcrf.org/int/cancer-facts-figures/data-specific-cancers/colorectal-cancer-statistics 
3 Zavoral M et al. Colorectal cancer screening in Europe. World J Gastroenterol 2009;15(47):5907-5915
4 LeClercq CMC, Bouwens MWE, Rondagh, EJA et al. Postcolonoscopy colorectal cancers are preventable: a population-based study. Gut 2014;63:957-963
5 Brenner H, Schrotz-King P, Holleczek B, Katalinic A, Hoffmeister M. Declining bowel cancer incidence and mortality in Germany—an analysis of time trends in the first ten years after the introduction of screening colonoscopy. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 101–6. https://www.aerzteblatt.de/pdf/113/7/m101.pdf?ts=12%2E02%2E2016+08%3A00%3A12