Diagnostik bei Tumorerkrankungen

Jedes Jahr erkranken etwa 69.000 Menschen an Brustkrebs (Mammakarzinom)1, 21.000 an schwarzem Hautkrebs (Melanom)1 und 12.800 an Tumoren in der Mundhöhle und im Rachen2.

 

Für die Diagnosestellung dieser Tumoren kommt der Wächterlymphknotendetektion eine besondere Bedeutung zu. Wächterlymphknoten sind Lymphknoten, die im Abflussgebiet der Lymphflüssigkeit eines bösartigen Tumors an erster Stelle liegen. Sind in diesen Lymphknoten bereits Tumorzellen zu finden, so finden sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch weitere Metastasen in den nachgeschalteten Lymphknoten. Sind dagegen die Wächterlymphknoten frei von Tumorzellen, ist auch die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Tumor über die Lymphbahnen gestreut hat. Für die Diagnostik und auch für die Planung der weiterführenden Behandlung ist also wichtig, die Wächterlymphknoten zu finden und zu untersuchen.

 

Radioaktiv markierte Radiopharmazeutika werden angewendet, um die Wächterlymphknoten in SPECT / CT Aufnahmen und auch intraoperativ sichtbar zu machen. Dabei gibt es Radiopharmazeutika, die spezifisch an Lymphknoten binden und dadurch besonders zielgerichtet den / die Wächterlymphknoten markieren.3

 

 

 

Quellen:
1 Krebs in Deutschland für 2013 /2014 p 72 – 74 / 60-62 (Abruf März 2019)

Zentrum für Krebsregisterdaten / Robert Koch Institut https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_inhalt.html
2 Krebs in Deutschland für 2013 /2014 p 24 (Abruf März 2019)
Zentrum für Krebsregisterdaten / Robert Koch Institut https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/krebs_in_deutschland_inhalt.html
3 Fachinformation LYMPHOSEEK®