Obstipation

Verstopfung – Verdauungsproblem Nr. 1

Verstopfung (medizinisch Obstipation) zählt zu den häufigsten Gesundheitsstörungen in Deutschland.1

Etwa jeder dritte Erwachsene leidet gelegentlich oder sogar chronisch unter Verstopfung.2

Besonders häufig betroffen:

  • Kinder3
  • Frauen1
  • Schwangere1
  • Ältere Menschen1

Ab wann spricht man von Verstopfung?


Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist bei jedem Menschen individuell verschieden.
Normal ist ein Stuhlgang von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich.
Erst bei weniger als 3 Stuhlgängen pro Woche, bei regelmäßig hartem Stuhl, bei Stuhl, der nur unter Pressen oder mit Schmerzen abgesetzt werden kann, spricht man von Verstopfung.1

Hält dieser Zustand über 12 Wochen an sprechen Mediziner von chronischer Obstipation.1
Die Abklärung der Ursachen und Behandlung gehören in die Hände eines Arztes.

Denn unbehandelt reduziert eine Verstopfung nicht nur die Lebensqualität und das Wohlbefinden, sondern sie kann zu weiteren gesundheitlichen Problemen führen.1

 

Ursachen von Verstopfungsproblemen

 

Vorübergehende Störungen

In den meisten Fällen liegt der Verstopfung keine ernsthafte Krankheit zugrunde, sondern die Ursache ist in den Lebensumständen zu suchen. Zum Beispiel Reisen oder fremdländische Kost können die Entstehung einer Verstopfung begünstigen.1

 

Organische Störungen

Es gibt einige Erkrankungen, bei denen als Begleiterscheinung eine Verstopfung auftreten kann, wie z.B.:1

  • Erkrankungen des Nervensystems (z.B. Morbus Parkinson, multiple Sklerose, Schlaganfall, Demenz)
  • Systemische Erkrankungen (z.B. Sklerodermie)
  • Störung der inneren Drüsen (z.B. Schilddrüsenunterfunktion)
  • Erkrankungen des Nervensystems des Darms (z.B. bei Diabetes mellitus)

 

Aber auch Medikamente kommen als Auslöser in Betracht. Die Liste an Medikamenten, die neben ihrer gewünschten Wirkung Verstopfung als unerwünschte Nebenwirkung haben, ist lang.

Dazu gehören z.B.:1

  • Opioidhaltige Schmerzmittel (Analgetika)
  • Bluthochdrucksenker (Antihypertensiva)
  • Harntreibende Mittel (Diuretika)
  • Antidepressiva bei Depression oder Neuroleptika bei Psychosen (Psychopharmaka)
  • Antiparkinson-Medikamente

 

 

Was kann ich machen, wenn ich betroffen bin?

Sie können oft selber viel dazu beitragen, dass sich Verstopfungsprobleme verbessern.
Dazu gehört z.B.1

  • eine ausgewogene Ernährung mit ballaststoffreicher Kost
  • ausreichende Flüssigkeitsaufnahme von 1,5-2l täglich
  • ausreichend Bewegung, körperliche Inaktivität vermeiden
  • den Stuhlgang nicht regelmäßig unterdrücken

 

Wenn Sie die Verstopfung (Obstipation) dennoch nicht selber beheben können, helfen moderne Abführmittel, so genannte Laxanzien (wie z.B. MOVICOL®).

Bei der Therapie mit Laxanzien sollten Sie allerdings darauf achten, dass einige Abführmittel Nebenwirkungen verursachen können. Außerdem entziehen einige Abführmittel dem Körper Wasser, wodurch der Organismus zusätzlich Elektrolyte verliert. Die Folge können u. a. Herz-Kreislauf-Störungen sein, auch kann eine Verstopfung verstärkt werden.

 

Hält die Verstopfung über einen längeren Zeitraum an sollte die Ursache durch einen Arzt abgeklärt werden. In jedem Fall sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn folgende Warnsignale vorliegen:4

  • Verstopfung mit Abgang von Blut
  • Abwechselnd Verstopfung und Durchfall
  • Verstopfung begleitet von schweren Bauchschmerzen
  • Verstopfung in Begleitung von Übelkeit und Erbrechen

 

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Quellen:
1 Andersen V et al. S2k-Leitlinie Chronische Obstipation: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Z Gastroenterol 2013; 51: 651-672
2 Vonstein C. Obstipation im Alter. Aktueller Forschungsstand und Erfordernisse an die Versorgung. Deutsche Seniorenliga e.V. Ausgabe 2014: S. 4
3 van den Berg MM et al. Epidemiology of childhood constipation: a systematic review. Am J Gastroenterol 2006; 101(10): 2401-2409
4 Heyn G. Blähungen, Sodbrennen, Obstipation. Quälende Magen-Darm-Probleme. PTA-Forum online. http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=10567